Ihr Gewinn aus der ISBUS-Weiterbildung

Was ist das Spezielle der Weiterbildung und der Arbeit von ISBUS insgesamt?
Da wir jemanden nur soweit führen können, wie wir selbst gegangen sind, ist die Bereitschaft sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, die entscheidende Voraussetzung. Weit über Wissensvermittlung hinaus geht es um einen Wachstum am inneren Menschen – in der Beziehung zu Gott, dem Nächsten und sich selbst. Dies ist der Schlüssel, um anderen gut dienen zu können, gestärkt im Beziehungsalltag unterwegs zu sein und sich in seiner Haut wohl zu fühlen.  Dabei liegt das Hauptaugenmerk beziehungsorientiert auf den Ressourcen und den Lösungen in uns.

Fünf Aspekte seien hervorgehoben:

 

1 Dem anderen ermutigend und wertschätzend begegnen

Grundlegende Entdeckung: Wir sind davon überzeugt, dass Menschen vor allem Ermutigung und Wertschätzung brauchen, um ihre bereits vorhandenen Ressourcen (besser) entdecken und nutzen zu können. Um sie darin unterstützen zu können, kommt es darauf an, in einer Begegnung (z.B. einer Beratungssituation) den Wert meines Gegenübers zu entdecken.

 

Unsere Fragestellungen an jedem Seminartag in immer neuen Variationen: Einander zuwendend: Was von deinem Wert bleibt mir noch (immer) verschlossen, so dass ich dich jetzt noch nicht darauf hinweisen kann? Was von den inneren Schätzen, die Gott in uns hineingelegt hat, ist natürlich auch in dir zu erwarten?

 

Konkrete Haltungen:·        
Wir lernen zu vertrauen, dass der Unterstützungsuchende die Lösung schon in sich hat, die entdeckt werden kann, wenn wir „nur“ den Rahmen dafür zur Verfügung stellen. Wir gehen davon aus, dass Gott in jedem Menschen die Lösung schon angelegt hat, weil ER ja schließlich in dem anderen wohnt.

 

·         Wir hören aktiv dem Unterstützungsuchenden zu und achten zugleich auf das, was hinter dem Gesagten liegt. Denn wenn wir nur auf seine – von Problemen bestimmten - Beschreibungen achten, wäre der Zugang zu den Ressourcen größtenteils verstellt. Und wirklich bedeutungsvoll ist das, was der Betroffene nicht sagen kann – nämlich das bislang Unbewusste, von dem es etwas zu entdecken gilt.

 

·         Mal über das Problem reden dürfen, kann guttun. Viel darüber sprechen würdigt und stärkt das Problem dagegen. Deshalb sind wir nicht darauf aus, immer noch mehr Informationen und deren Deutungen einzuholen. Stattdessen nutzen wir Wahrnehmungen, die Neues ermöglichen.

 

·         Wir wachsen in der Überzeugung, dass wir nicht in Gottes Pläne mit einem Mitmenschen eingreifen sollten oder gar müssten und wissen, dass es allen Beteiligten dient, in unserem Helfen Bescheidenheit zu praktizieren.

 

Charakteristisches:  Solche tief berührenden Erfahrungen sind nur in einer überschaubaren Seminargruppe (in der Regel 12-20) möglich, die häufig in Kleingruppen aufgeteilt wird.

 

2 Auch mit sich selbst versöhnt

Grundlegende Entdeckung: Wer dem anderen wirkungsvoll und authentisch dienen möchte, muss erstmal gut in Kontakt mit sich  selbst sein.  Wer andere wertschätzend begegnen will, sollte lernen, sich selbst wertzuschätzen. Wir suchen nach der versöhnten Haltung uns selbst gegenüber, die wir ganz zu Anfang hatten, als wir uns und allem Vorhandenen ganz und gar zugestimmt haben und uns dem Zwang zur Selbstoptimierung (noch) nicht unterworfen haben.

 

Unsere Fragestellungen an jedem Seminartag in immer neuen Variationen:  
Woran habe ich z.B. beim Aufstehen gedacht? Habe ich versäumt wahrzunehmen…
… weshalb mein Leben wertvoll ist,
….was Gott für mich heute vorbereitet haben könnte,
… was mir bereits an äußeren und inneren Ressourcen zur Verfügung steht.
In welchen glücklichen Momenten musste ich heute nicht noch irgendetwas an mir und der Situation optimieren, sondern konnte dem Gegebenen ganz zustimmen? 
Wie kann ich wohlwollender auf mich schauen?

 Konkrete Haltungen:

 ·         Schwierigkeiten laden dazu ein, sich auf die Erneuerung des inneren Menschen zu besinnen, die Gott täglich an uns vollzieht (2. Kor. 4, 16b). 

 ·         Als Gott den Menschen schuf, hat er viel von sich selbst in die Krönung seiner Schöpfung hineingelegt. Dieses Bild von Gott in uns ist zwar entstellt, so dass wir es nur mit Mühe (ohne eine entsprechende „Brille“) erkennen - aber keineswegs verlorengegangen. Es ist ein heiliger Kern (heilig = unantastbar) in uns, der (wie unsere Würde) auch nicht durch Katastrophen angetastet werden kann.

 ·         Die Schätze, aus denen dieser heilige Kern besteht, gilt es sich bewusst zu machen und noch mehr kennenzulernen.

Charakteristisches: Die Selbstwahrnehmung, die nach Ressourcen sucht, zu schärfen ist ein sehr zentrales Lernziel – um die Lebensqualität zu erhöhen und für den Dienst am Nächsten gut zugerüstet zu sein. Deshalb kommen wir im Tagesablauf immer wieder zu uns, zumal es die  Voraussetzung ist, um gut in Resonanz mit einem anderen Menschen sein zu können.

3 Mit Gott „auf Tuchfühlung“

Grundlegende Entdeckung:
Es ist ein wertvolles Ziel, Anteil zu nehmen an Gottes Gedanken über uns und unseren Mitmenschen. Dazu ist es hilfreich, sich an Gottes Wertschätzung für uns Menschen heranzutasten.

 

Unsere Fragestellungen an jedem Seminartag in immer neuen Variationen:  
Wie kann ich noch mehr ein Gefühl dafür bekommen, wie Gott mich, den anderen und diese Welt sieht? Wie kann ich damit seine Liebe erahnen?
Wie kann ich mich so mit ihm eins machen, anderen Menschen und mir selbst wertschätzend zu begegnen?

 

Konkrete Haltungen:

 

·         Wenn ich grundsätzlich auch mal mit mir zufrieden sein kann, wird es leichter, Gott seine bedingungslose Liebe abzunehmen.

 

·         Wir können immer wieder neue Möglichkeiten entdecken, wie Gott meinen Nächsten und mich selbst liebt und wie sich das zeigen kann.

 

·         Wir ergründen die Dynamik zwischen der Liebe zu Gott, dem Nächsten und sich selbst, um die gegenseitige Befruchtung zu nutzen. Hindernisse können leichter überwunden werden, wenn wir uns die anderen beiden Bezugsebenen zu Hilfe nehmen.   

 

Charakteristisches: Die Beziehung zu Gott ist nicht ein gesondertes Thema, sondern schwingt bei allen Themen mit. So werden bei all den Impulsen, die uns durch den Tag begleiten, immer wieder biblische und andere geistliche Bezüge hergestellt.

 

4 Leicht und spielerisch Bedeutungsvolles lernen

Grundlegende Entdeckung: Neuere Erkenntnisse der Hirnforschung zeigen, dass unser Gehirn nicht wie ein Muskel funktioniert, den man trainieren könnte. Vielmehr werden – wenn wir für etwas Begeisterung entwickeln – Stoffe  ausgeschüttet, dass (nach G. Hüther) als Gehirndünger betrachtet werden kann. Dies beflügelt uns in unseren Lernprozessen und bringt uns einer spielerischen Leichtigkeit näher.  
Diese Herangehensweise kann als Modell dienen, um auch im Alltag Lernprozesse und andere Tätigkeiten mit mehr Leichtigkeit anzugehen und zu dem spielenden Kind in uns in Kontakt zu kommen.

 

Unsere Fragestellungen an jedem Seminartag in immer neuen Variationen:    
Wo habe ich heute etwas entdeckt, dass mir bislang in dieser Deutlichkeit verschlossen war? 

 

Was hat mich erstaunt, überrascht, verwundert – vielleicht sogar begeistert?

 

Gab es heute Phasen, in denen ich die Anstrengungen des Leistungsstrebens hinter mich gelassen habe und so spielerisch abwarten konnte, was als nächstes geschieht?

 

 Konkrete Haltungen:
Wir gelangen zu dieser neuen Leichtigkeit, indem wir mit Kopf und Herz erkennen …

 

…, dass gerade etwas Neues entstehen kann, wenn wir mit unserem Wissen nicht mehr alles kontrollieren können 

 

… dass unsere Entdeckerfreude und Abenteuerlust eine wichtige Kraft ist, um etwas verspielt Neues auszuprobieren und nicht zu verkrampfen 

 

… dass es ein großer Fortschritt ist, zu den wirklich bedeutungsvollen Fragen hindurch zu finden – auch wenn man sie nicht gleich beantworten kann

 

 Charakteristisches: Die wertvolle Zeit in den Kursen soll nicht für pure Wissensvermittlung eingesetzt werden, sondern reich an neuen Erfahrungen sein, die sich viel stärker einprägen als Aussagen, die man lediglich referiert bekommt.

 

Das nötige Hintergrundwissen kann zuhause in  Eigenverantwortung nachgelesen werden. Dafür steht während der Kurse eine Leihbücherei zur Verfügung.

 

5 Alles in allem ganzheitlich

Grundlegende Entdeckung: Zu Anfang unseres Lebens war bei allen körperlichen Vorgängen unsere Seele ganz dabei. Alles Seelische haben wir auch körperlich gespürt. Dieses Miteinander gilt es zurückzugewinnen.
Die Aufsplitterung der verschiedenen Seiten unseres Seins ist Bestandteil unserer Schwierigkeiten und Nöte. Deshalb sollte der ganze Mensch ins Blickfeld angesprochen sein (statt als Experte für eine Seite aufzutreten). 

 

Unsere Fragestellungen an jedem Seminartag in immer neuen Variationen:    
Wo habe ich heute bei Bewegungen der Seele auch mit meinem Körper etwas gespürt?
Wo war ich bei körperlichen Vorgängen mit meiner Seele präsent?
Kann ich erahnen, was es für ein Gewinn ist, das Verbundensein der verschiedenen Seiten meines Seins auch zu spüren?

 

Konkrete Haltungen:
Intensive Erfahrungen betreffen uns als ganzen Menschen. Was wir nur verstanden haben, geht nicht unter die Haut und erreicht schon gar nicht das Herz. Deshalb sind emotionale und körperliche Erfahrungen für einen Veränderungsprozess unerlässlich.
So geht es in Prozessen nicht nur um die Fragen, was ich verstanden habe und wie sich etwas anfühlt. Es ist uns auch wichtig, wo Problem und Lösung im Körper zu spüren sind und wie sich der Veränderungsprozess in der Körperwahrnehmung auswirkt.    

 

Charakteristisches: So interessieren wir uns in den Kursen nicht nur für seelische Prozesse, sondern für den ganzen Menschen und suchen in der Komplexität nach entlastenden Schritten.

 

Dafür eröffnet die Nähe zu der Arbeit des Ganzheitlichen Gesundheitshauses immer wieder neue Perspektiven, wie auf unterschiedlichste Beschwerden ressourcenorientiert reagiert werden kann.

 

Methodisches

Instrumente der Systemischen Beratung
In den letzten Jahrzehnten hat die Systemische Beratung eine (gar nicht mehr überschaubare) Fülle von Vorgehensweisen hervorgebracht, die für die beschriebenen Ziele bestens geeignet sind. Aus diesem Handwerkskoffer werden Systemaufstellungen in Gruppen und dem Einzelsetting besonders intensiv eingesetzt, da sie von der repräsentativen Wahrnehmung geprägt ist, die es in einem einzigartigen Maße möglich macht, an bisher unbewusste Dynamiken heranzukommen.

 

Das Kartenmanual
An jedem Seminartag kommen mindestens zehn der etwa 600 Impulskarten zum Einsatz. Dort sind  die Übungen mit Hintergrundinformationen beschrieben, um sie im Kurs vollziehen. Natürlich eignen sie sich zur persönlichen Anwendung und für beratende Tätigkeiten. So wird den TeilnehmerInnen ein Manual vorgestellt, dass die in der Beziehung zu Gott, dem Mitmenschen und sich selbst auftretenden Themen aufgreift. Dabei kommt eine große Vielfalt von methodischen Vorgehensweisen zum Einsatz.

 

Zu den Kursen

Hier finden Sie die Termine und Anmeldemöglichkeiten für alle aktuellen Kurse:

Direkt zu den Kursen

das Kartenmanual

Etwa 600 Impulskarten werden in den Kursen weitergegeben und deren Anregungen im Kurs für den persönlichen Gebrauch und die Beratungspraxis ausprobiert.

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Überblick des Kartenmanuals
Schauen Sie sich die Struktur an.
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