Fragen zur Beratung


1.  Welche Anliegen eignen sich für die systemische Beratung und Seelsorge?

Die systemische Beratung und Seelsorge hat vor allem folgende Schwerpunkte:

  • Beziehungsprobleme aller Art: in der Familie sowie anderen privaten oder beruflichen Begegnungen
  • Belastende Gefühle (wie Einsamkeit, Sinnlosigkeit, Minderwertigkeitsgefühle...)
  • Psychosomatische Beschwerden
  • Der Wunsch nach einer innigeren Beziehung zu Gott (z.B. Gott nicht spüren können, Angst vor ihm, Vertrauenskrisen)
  • Bewältigung einer schwierigen Lebenssituation, z.B. Trauerbewältigung, schwere Entscheidungen, viel Stress ... 

Im Rahmen dieses Netzwerkes wird NICHT unmittelbar an der Behandlung psychischer Erkrankungen gearbeitet –auch wenn einige MitarbeiterInnen des Netzwerkes das auf Anfrage zusätzlich tun. 


2.  Was macht einen systemischen Prozess aus und letztlich so wirkungsvoll?

Das Ziel einer spürbaren Erleichterung ist oft bereits nach etwa 5 Einheiten erreicht. Das ermöglichen vor allem folgende Ausrichtungen:

Statt einfach nur über etwas zu reden, sorgen kreative Elemente für Erfahrungen, die Denken, Fühlen sowie Handeln ausgewogen einbeziehen. Dadurch werden bislang unbewusste Zusammenhänge sichtbar. Lösungsorientiert werden die vorhandenen Ressourcen zielstrebig für die Erreichung des Zieles genutzt. Eine ausführliche Problembeschreibung ist nicht nötig. Durch eine ganzheitliche Perspektive wird deutlich, wie die Beziehungen zu Gott, den Nächsten, sich selbst und der Schöpfung einander bedingen. Diese Perspektiverweiterung erleichtert die Umsetzung versöhnlicher Schritte. 

Dieser lösungsorientierte Ansatz grenzt sich damit von einer begleitenden Seelsorge ab, die sich über einen unbegrenzten Zeitraum erstrecken kann.

In der systemischen Beratung wird ein Ziel vereinbart und nach wenigen Sitzungen gefragt, inwieweit es erreicht ist. 


3.  Ist solch ein Prozess kostenpflichtig?

Ja. Die Kosten sind in der Regel von den Ratsuchenden zu tragen. Durch den überschaubaren Umfang von Terminen scheitert es aber selten an den Finanzen. Die konkreten Kosten sollten am besten vor dem ersten Gespräch besprochen werden.


4. Was erwartet Sie in einem Erstgespräch?

In einem ersten Gespräch gilt es für beide Seiten herauszufinden, ob die Erwartungen des Ratsuchenden zu den Möglichkeiten des Beraters passen. Nur wenn der/die BeraterIn den Eindruck hat, dass dieser Ratsuchende hier mit seinem Anliegen gut aufgehoben ist, wird ein Prozess vereinbart. 

Im Erstgespräch wird der Auftrag des Ratsuchenden an die Beratung erarbeitet. Das mag zu Anfang noch verschwommen sein. Doch umso klarer ein Ziel vereinbart wird, umso besser kann man darauf zugehen.

Systemische Fragen dazu sind beispielsweise: Was wäre ein gutes Ergebnis der Beratung? Was wäre dann anders als es jetzt ist? Woran würden Sie merken, dass es sich gelohnt hat? 

Dann wird eine Prognose vorgenommen, wie viel Sitzungen in etwa zu Erreichung dieses Zieles nötig sein könnten. Das variiert je nach Anliegen – wird aber in der Regel zwischen fünf und zehn Sitzungen liegen. Ist diese Sitzungszahl erreicht, wird eingeschätzt, ob das Ziel erreicht ist. Oft ist es aber schon vorher möglich, den Beratungsprozess zu beenden oder vorläufig zu beenden. 

Auch der Zeitumfang einer Sitzung sowie der voraussichtliche zeitliche Abstand ist zu vereinbaren.


5.  Was bringen die BeraterInnen/SeelsorgerInnen im Netzwerk mit und was dient deren Qualitätssicherung?

Die MitarbeiterInnen des Netzwerkes haben die von ISBUS angebotenen Weiterbildungskurse absolviert und verfügen darüber hinaus über andere Formen der Weiterbildung in Beratung und Seelsorge wie auch über Praxiserfahrungen mit Ratsuchenden. Außerdem nutzen sie Gelegenheiten von Supervision und kollegialem Austausch. 


6. noch in Arbeit

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